Der Glückspilz

Es war einmal — und es war nicht!

Ein junger Mann, der gerne mehr Glück gehabt hätte, der gerne ein Glückspilz geworden wäre und gehört hat: »In der Mitte des großen, dunklen Waldes, dort kann man Gott treffen und der macht einen zum Glückspilz

…und er läuft hin zum Wald und an der Grenze zum Wald wird er empfangen vom einem Wolf. Der Wolf fragt zu ihm: »Wohin des Weges?« Er sagt: »in die Mette des Waldes damit Gott mich zum Glückspilz macht!« Und er sagt: »Okay, …wenn du ihn triffst, frag ihn Warum ich immer so hungrig bin?« Der junge Mann erwiedert: »Ja, okay, okay …«

…läuft weiter und weiter. Nach einiger Zeit hört er von weiten ein Wimmern und Weinen. Er kommt an einer Lichtung an. Hier sitzt eine junge, wunderschöne Frau und sagt: »wohin des Weges?« »In die Mitte des Waldes, damit Gott mich zum Glückspilz macht.« Sie bittet ihn: »wenn du ihn triffst, fragst du ihn bitte warum ich immer so traurig bin?« …und er: »Ja okay!«

Der junge Mann läuft weiter und kommt an einer Eiche vorbei, die an einem Bach steht. Die Eiche fragt: »wohin des Weges?« Er erwidert: »In die Mitte des Waldes damit Gott mich zum Glückspilz macht…« Darauf sagt sie: »Gut, dann frag ihn bitte warum ich immer so durstig bin, obwohl ich so dicht am Wasser stehe?« …und er sagt: »Okay…«

Der junge Mann läuft weiter in den Wald und kommt in der Mitte des Waldes an. Hier trifft er Gott. Er erzählt von seiner Reise und sagt anschließend: »Bitte mach mich zum Glückspilz!« Gott erwidert: »Ja, dazu musst du wissen, was er bedeutet Glückspilz zu sein. Du musst wissen was der Unterschied zwischen Himmel und Hölle ist.« Er sagt begeistert: »Okay! Gut!« Da sagt Gott: »Komm mal mit.« Gott führt ihn an den Eingang einer Höhle. Am Eingang hört er schon großes Wehklagen und Jammern. Er geht weiter und weiter und kommt in einen großen Höhlenraum in der lauter ausgemergelte, dürre Gestalten sitzen. Vor üppig gedeckten Tischen und vollen Pötten mit Armen deren Ellenbogen »blockiert« sind, mit Löffeln, die zu lang sind um in den eigenen Mund zu kommen, die sie auch nicht loslassen können. Sie sitzen vor vollen Pötten und verhungern. Sie wehklagen.

Gott führt ihn wider raus und sagt: »Das ist die Hölle!« …führt ihn in eine andere Höhle und dort sind deutlich »Partygeräusche« zu hören. Und er fragt sich: was ist da los? Und er geht da hinein, kommt in einen großen Höhlenraum und da ist Gelächter, eine ausgelassene Stimmung. Da sitzen Menschen vor üppig gedeckten Tischen und vollen Pötten mit Armen deren Ellenbogen »blockiert« sind, mit Löffeln, die zu lang sind um in den eigenen Mund zu kommen, die sie auch nicht loslassen können — und sie füttern einander.

Gott sagt: »Siehst du? Das ist der Himmel! …und jetzt mach ich dich zum Glückspilz.« Gott schnippt einmal mit den Fingern…

Der junge Mann schläft ein und wacht auf…

…in der Mitte des Waldes. Er denkt sich: »Wow, ich bin ein Glückspilz!« Er eilt sich den Rückweg anzutreten. Er läuft los, kommt an der Eiche vorbei. Die fragt: »Was ist mit mir? Warum bin ich so durstig?« Er sagt: »Ah! Ja, Gott hat mir eine Antwort gegeben. Er hat gesagt, du bist deshalb so durstig, weil zwischen deinen Wurzeln und dem Wasser ein großer Schatz vergraben ist. Aber ich hab jetzt keine Zeit! Ich muss weiter! Ich bin ein Glückspilz.

Er läuft und läuft, kommt an der jungen Frau vorbei. Sie fragt: »Hallo, was ist mit mir? Warum bin ich so traurig?« Er sagt: »Ah, ja! Gott hat mir eine Antwort mitgegeben! Du bist deshalb so traurig, weil die Männer zu blöd sind, zu erkennen, dass du die beste Frau der Welt bist. Aber ich bin jetzt ein Glückspilz. Ich muss schauen, dass ich weiter komme…«

Er läuft weiter und weiter, kommt an den Waldrand. Dort hält ihn der Wolf auf und fragt: »Hallo, was ist mit Dir? Warum bin ich immer so hungrig?« Der junge Mann sagt: »Ja – Gott hat mir auch für dich eine Antwort mitgegeben!

Er sagt: »Wenn der Dummkopf bis zu dir kommt, friss ihn auf!«

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